Von Jonathan Seißler, Mittwoch, 29. Juli, 18h,
Tüwi Beisl neben dem Hofladen, Dänenstrasse 4, 1190 Wien

Nach meinem ersten Freiwilligen Internationalen Jahr 2019/20 in Papua-Neuguinea kehre ich im August 2026 nun für ein weiteres Jahr dorthin zurück.
Zwischen meinen Bachelor und Master in Umweltingenieurwissenschaften möchte ich dieses Jahr bewusst als Zwischenraum nutzen: zum Lernen, Mithelfen, Hinterfragen und Weiterdenken.
Der Vortrag erzählt von meinen Erfahrungen in Papua-Neuguinea, aber auch davon, wie sich mein Blick auf internationale Freiwilligendienste verändert hat. Begriffe wie „Partnerschaft“, „Augenhöhe“ und „interkultureller Austausch“ klingen überzeugend – doch sie stehen immer auch im Spannungsfeld globaler Ungleichheiten. Wer kann überhaupt freiwillig ein Jahr in ein anderes Land gehen? Wer profitiert davon? Und was bedeutet Helfen, wenn die Voraussetzungen nicht gleich sind?
Gerade deshalb ist meine Entscheidung, erneut mit Mission Eine Welt nach Papua-Neuguinea zu gehen, keine einfache Wiederholung, sondern eine bewusste Auseinandersetzung mit diesen Widersprüchen. Der Vortrag fragt nicht nur, was ein Freiwilligendienst bewirken kann, sondern auch, wie man ihn verantwortungsvoll, kritisch und dennoch mit Offenheit leben kann.
Nachdem Jonathan Seißler 2019/20 ein Jahr mit Mission Eine Welt in Papua-Neuguinea verbracht hatte, absolvierte er ein Pädagogikstudium in Wien und studiert nun an der Bodenkultur Universität an einem Umweltingenieurbachelor mit Schwerpunkt auf Ozeanien. Mit dem Ziel wieder nach Papua Neuguina zurückzukehren und sich mit einem interaktiven Austausch zu befassen.